Wie alles Anfing…

Alles fing ganz harmlos an….
unser Präsi bekam zum Geburtstag Nr. 40 ein ferngesteuertes Auto geschenkt. Nach 7-9 Monaten war es fahrbereit und die Nebenstraßen von Ahlhorn wurden unsicher gemacht.

Aber allein wurde es bald langweilig und das Ding verschwand schnell in der Versenkung. Wenn Jürgen Meyer nicht gewesen wäre, gäbe es unseren Verein wahrscheinlich nicht. Jürgen hatte ein Auto, er kannte Carsten Seewald, der hatte ein Auto, der hat seinen Schwager heiß gemacht, und er kannte Andreas Sturitis, der hatte auch ein Auto. Jürgen Meyer hat es geschafft, alle zusammenzubringen und siehe da, in der Gemeinschaft machte das Fahren richtig Spass. Von da an haben wir uns regelmäßig getroffen, um auf einer mit Deckeln abgesteckten Strecke ein paar schnelle Runden zu drehen. Im Sommer war das meistens kein Problem – bis auf die Regentage im Herbst. Da haben wir uns um einen Hallentermin bemüht, konnten jedoch die Vorgaben der Gemeindeverwaltung nicht erfüllen. Hier sei positiv vermerkt, dass man unserem Vorhaben durchaus positiv gegenüberstand und wir nicht als Spinner abgewiesen wurden.

Es musste also eine private Initiative her. Wir haben es im Saal einer Kneipe versucht – der Holzfußboden war zu glatt. Dann war ein leerstehender Hühner-Maststall unsere Rennstrecke – das können wir zur Nachahmung nicht empfehlen. Ihr hättet die Autos mal sehen und riechen sollen!! Eine mit Müll vollgestopfte alte Scheune war unser nächstes Projekt. Alle haben die Ärmel hochgekrempelt und es kamen 2 Container Müll zusammen. Das Ergebnis war eine mit Kalksandstein gepflasterte Fläche von ca 80 qm. Wir haben dann Teppich ausgelegt und fertig war unsere erste ca 30 mtr lange Rennstrecke. Nachdem in einem 2. Schritt die gesamte Scheune aufgeräumt und mit einem beheizten Fahrerlager ausgestattet wurde, wuchs die Rennstrecke auf ca. 50 mtr und durch einen sehr amüsant und interessant geschriebenen Zeitungsbericht in unserer regionalen Zeitung (Danke an Herrn Derke von der NWZ ) meldeten sich nach und nach andere Fahrer aus der Umgebung.

Inzwischen haben wir die Rennstrecke noch weiter ausgebaut und verbessert. Unserem Club gehören derzeit gut 20 Fahrer an. Es hat sich bei uns – überwiegend Familienvätern – der Sonntagabend als bester und fester Termin herausgestellt, daher stammt auch die Namensgebung Sundaydriver. Seit etwa 2000 haben wir auch einige Jugendliche dabei.

Um zu sehen, wo man steht, fährt man am besten mal woanders Rennen. Das haben Carsten Seewald und Klaus Tschorr erstmals 2002 im Weser-Cup gemacht, Carsten ist Sieger der Truck-Klasse geworden! Das war leider auch die letzte Saison für den Weser-Cup. Im Jahr 2003 sind wir erstmals mit einer neue Rennserie als Veranstalter gemeinsam mit dem Quakenbrücker Verein aktiv geworden. Unser erstes großes Rennen auf dem „Lethering“ mit 17 Startern hat gut geklappt. Leider hat der neue Teppich stark gefusselt, so daß wir gezwungen waren, einen neuen zu kaufen, dazu wurde uns noch von den Quakenbrückern die Transponderanlage zum Kauf angeboten. Dank zahlreicher großzügiger Spenden von Vereinsmitgliedern konnte das finanziell bewältigt werden. Highligt der Saison war für uns das Außenrennen mit über 30 Startern bei bestem Wetter. In den Jahren 2004-2007 erfreute sich die neue Rennserie wachsender Beliebtheit, weitere Veranstalter kamen hinzu.

Im Jahr 2007 haben wir neben der Halle eine Offroad-Strecke aufgebaut und sind dem DMC beigetreten. Inzwischen haben wir das Jahr 2008 und mehrere große Veranstaltungen mit bis zu 60 Startern erfolgreich absolviert. Bei einigen Fahrern haben sich schon viele Pokale angehäuft und auf Deutschen Meisterschaften wurden wir auch schon auf vorderen Plätzen gesichtet.

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